Manchmal halten wir an Dingen fest, die längst weiterziehen.
An Gedanken, die uns beschäftigen. An Momenten, die nicht mehr zurückkommen. An Plänen, die anders geworden sind, als wir es uns vorgestellt haben.
Vielleicht, weil Loslassen oft wie Aufgeben klingt.
Dabei ist es manchmal genau das Gegenteil.
Am Abend verschwindet die Sonne nicht, weil sie aufgibt. Sie macht Platz für die Nacht.
Und auch die Wellen versuchen nicht, an dem festzuhalten, was sie ans Ufer gebracht haben. Sie kommen und gehen.
Vielleicht müssen auch wir nicht alles behalten.
Nicht jeden Gedanken.
Nicht jede Enttäuschung.
Nicht jede Vorstellung davon, wie etwas hätte sein sollen.
Manches darf bei uns bleiben.
Und manches darf weiterziehen.
Loslassen bedeutet nicht, dass es uns egal war.
Es bedeutet nur, dass wir nicht alles für immer festhalten müssen.
„Manchmal finden wir Frieden nicht darin, etwas festzuhalten, sondern darin, es gehen zu lassen.“
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