Manchmal erkennen wir den Wert eines Moments erst, wenn er vorbei ist.
Einen Sonnenaufgang, den wir nur nebenbei betrachtet haben. Einen Nachmittag mit Menschen, die uns wichtig sind. Das Lachen eines Kindes. Einen Spaziergang am Meer. Einen ganz gewöhnlichen Tag, an dem eigentlich nichts Besonderes passiert ist.
Und irgendwann verstehen wir:
Gerade diese Momente sind das Besondere.
Das Leben besteht nicht nur aus den großen Ereignissen, auf die wir hinarbeiten. Es besteht vor allem aus den kleinen Augenblicken dazwischen.
Vielleicht sollten wir deshalb nicht immer darauf warten, dass etwas endet, um seinen Wert zu erkennen.
Wir dürfen ihn auch vorher sehen.
Wir dürfen einen Moment genießen, obwohl bereits der nächste wartet. Wir dürfen innehalten, obwohl noch Aufgaben offen sind. Wir dürfen uns bewusst machen, dass genau dieser Tag, genau dieser Ort und genau diese Menschen nicht selbstverständlich sind.
Denn nichts davon lässt sich festhalten.
Aber wir können es bewusst erleben.
Vielleicht bedeutet Wertschätzung genau das:
Nicht erst zu vermissen, was einmal war, sondern dankbar zu sein für das, was gerade ist.
„Die wertvollsten Dinge im Leben erkennt man nicht daran, wie lange sie bleiben – sondern daran, wie sehr wir sie bewusst erleben.“
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