Manchmal ist es still um uns herum und trotzdem finden wir keine Ruhe.
Die Gedanken wandern von einem zum nächsten. Was gestern war. Was morgen kommt. Was noch erledigt werden muss. Was wir hätten sagen sollen und was vielleicht noch passieren könnte.
Wir liegen im Bett, obwohl wir müde sind. Wir schauen aus dem Fenster, obwohl wir eigentlich abschalten wollten. Wir versuchen, einen Moment einfach nur da zu sein – und merken, dass selbst unsere Gedanken weiterlaufen.
Ruhelosigkeit muss dabei nicht immer etwas Lautes sein. Manchmal ist sie nur dieses leise Gefühl, dass etwas fehlt. Dass etwas nicht geklärt ist. Dass wir eigentlich irgendwo anders sein müssten, obwohl wir gerade genau hier sind.
Vielleicht müssen wir nicht jede Unruhe sofort vertreiben.
Manchmal dürfen wir sie einfach wahrnehmen. Uns eingestehen, dass nicht alles in uns gerade still sein kann. Und darauf vertrauen, dass auch unruhige Gedanken irgendwann müde werden.
Denn auch das Meer liegt nicht immer ruhig da.
Und vielleicht bedeutet Ruhe nicht, dass keine Wellen mehr kommen. Vielleicht bedeutet sie, dass wir gelernt haben, nicht vor jeder Welle davonzulaufen.
„Nicht jeder unruhige Moment braucht eine Antwort – manchmal braucht er nur die Zeit, wieder still zu werden.“
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